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„Baue auf und reiße nieder“ – Ausstellungseröffnung

30. Juni 2015

Am 4.7.2015 wird die Ausstellung „Baue auf und reiße nieder“ von Silvio Colditz und Jaqueline Muth eröffnet. Austellungsraum ist der „SCHAU – contemporary space für contemporary art“ auf dem DREWAG-Gelände Lößnitzstraße (Zugang über Firedensstraße).

Am 16.7.15 wird es noch eine Wortperformance/Lesung  mit Silvio Colditz geben. Uhrzeit ist auch da 19 Uhr.

Geöffnet hat die Austellung montags und mittwochs 17 – 20 uhr und nach Vereinbarung.
Finissage  ist am 24.7.2015 um 19 Uhr.
Flyer_Lageplan SCHAU _klein

 

Zur Ausstellung:

Silvio Colditz zeigt mehr als 500 kleinformatige Schwarz-Weiß-Fotografien als raumfüllende Foto.Mosaik.Collage eine kleine größere Auswahl aus seinem Langzeitprojekt „Tiere in der Stadt (Dresden)“ – vom Eisvogel zum Kaisermantel, von der Krähe zum Rehbock, vom Graskarpfen zur Ringelnatter, Spatz und Marienkäfer. Sie verändert sich im Laufe der Zeit, mit offenem Ausgang. Das Abbild und das Abgebildete. Das besondere und das unbeachtete zum Besonderen herausgehobene. Das verschwindet, wenn wir es nicht beachten oder mißachten.

Im Raum nebenan arbeitet die Dresdner Künstlerin Jacqueline Muth mit Ton an Drehscheibe. Das Gleiche und das doch nicht Gleiche – die gedrehten Plastiken, die sich gleichen und doch ist jede einzelne für sich einzigartig und differiert minimal. Das einzelne Objekt ist als solches erkennbar und gleichzeitig als Teil des Ganzen.

*Baue auf und reiße nieder*

Das Leben besteht aus Kreisläufen. Was entsteht, das zerfällt, löst sich auf, wird zerbrochen oder stirbt. Im gleichen Moment entsteht an anderer Stelle etwas Neues, es gedeiht und wächst – nur, um dann wieder zu vergehen. Zu formendes und beobachtetes. Mit unseren Händen formen wir, ohne dem Ganzen seine Bestimmung als Gestalt aufzugeben oder abzunehmen. Mit unseren Augen betrachten wir. Zu Beobachtendes und Geformtes.

Die beiden Arbeiten von Silvio Colditz (Fotografie.Collage) und Jacqueline Muth (Plastik.Installation) wachsen und vergehen nebeneinander in unterschiedlichen Rhythmen über einen Zeitraum von 3 Wochen. Die Anordnung ändert sich, aber es geht nichts verloren. Sie ist in dieser Veränderung beobachtbar – erlebbar.

Über allem steht die Zeit in ihrem Verlauf, und die Gleichzeitigkeit der Dinge.

Am Anfang steht das Ende und am Ende steht ein neuer Anfang.

Die Teile beobachtend, versuchen wir das Ganze zu verstehen.

Versuchen, Veränderung zu verstehen und sind ein Teil von ihr.

Die Künstler:

Jacqueline Muth, geboren am 23.7.1981, lebt und arbeitet in Dresden. Studium an der HfBK 2003 – 2008, Diplom-Künstlerin und Ehrenämter

Silvio Colditz, geboren am 21.2.1978 in Stollberg/Erzg., lebt in Dresden. Autor, Künstler und Herausgeber der Literaturzeitschrift „Der Maulkorb“, www.wortartefakte.blogspot.com